Statement im Plenum zum Schutz von Kulturgütern

“Der Gesetzesvorschlag der Kommission zum Schutz von Kulturgütern zielt vor allem darauf ab, die Finanzierung von Terrorismus zu unterbinden. Das ist ohne Frage ein zentrales Anliegen. Aber wir müssen einen Schritt weitergehen: Denn der Raub und der Handel von historischen Kulturgütern führt zu irreparablen Schäden für die gesamte Menschheit und ihr kulturelles Gedächtnis.

Solange es möglich ist, mit illegal erworbenen historischen Kulturgütern lukrativ zu handeln und ohne große Risiken Geld zu verdienen, werden Plünderungen auch in Zukunft fortgesetzt. Folglich setzt der Schutz von historischen Kulturgütern dort an, wo sie nachgefragt werden, also auf dem europäischen privaten Sammlermarkt.

Die Öffentlichkeit muss das Zugangsrecht zu Objekten haben, die für das kulturelle Erbe relevant sind. Diese Objekte müssen für die Bildung oder die akademische Forschung genutzt werden können.

Ich bin froh, dass die LIBE-Forderung nach Restitution aufgenommen wurde. Die Rückgabe von illegal ausgegrabenen, entwendeten und gehandelten Objekten wäre damit gesichert.”