Urheberrecht

Das Urheberrecht auf europäischer Ebene, das bisher vor allem für den analogen Bereich ausgelegt war, soll nun an die Bedürfnisse und Gegebenheiten der digitalen Welt angepasst werden. Es muss das Ziel sein, eine ausgewogene Balance zwischen den Interessen der Kulturschaffenden und denen der Internetnutzerinnen und -nutzern herzustellen. Einerseits muss dies zu Gunsten der professionellen Kultur- und Kreativschaffenden geschehen, die sich durch ihr künstlerisches Schaffen finanzieren. Andererseits spielen die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten nach einem freien und bezahlbaren Zugang zu den Inhalten des Internets, ohne die Befürchtung haben zu müssen, kriminalisiert zu werden, eine Rolle.
Momentan profitieren vor allem die großen Monopole, wie zum Beispiel Google, YouTube, Amazon und Apple und die illegalen Anbieter von Musik und Filmen im Internet von den bestehenden Regelungen. Daher ist eine Stärkung des Urhebervertragsrechts und die Rolle der Verwertungsgesellschaften und Gewerkschaften, die kollektiv Rechte für die Kulturschaffenden wahrnehmen, existenziell wichtig.
Außerdem muss eine europäische Harmonisierung des Urheberrechts die kulturelle Vielfalt Europas fördern.